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Der
Coton de Tuléar ist eine von der FCI (Nr.283,
Gr.9, Sek.1.2) anerkannte Hunderasse deren
Zuchtbuch in Frankreich geführt wird.

Coton de Tuléar (franz. Baumwolle von Tuléar)
war Jahrhunderte lang der exklusive Schoßhund
der reichen Bewohner von Tuléar im Süden
Madagaskars. Er wurde hier auch rein gezüchtet.
Rasseverwandt sind die französischen Bichon
Frisé, der Bologneser, der Malteser, der
Havaneser und das Löwchen (Petit chien lion).
Nach Madagaskar gelangten seine Vorfahren wohl
mit französischen Soldaten und
Verwaltungsbeamten. Bis vor etwa 20 Jahren war
der Hund in Europa und Amerika so gut wie
unbekannt und schwer zu bekommen. Noch heute
muss man für den Winzling tief in die Tasche
greifen.
Der Coton de Tuléar kann bis zu 30 cm groß
werden und 7 kg schwer werden, die hoch am
Schädel angesetzten, dreieckigen Hängeohren sind
im weißen Fell kaum zu sehen. Baumwollweich und
flauschig wird das Fell charakterisiert und es
bedarf intensiver Pflege. Einige Spuren hellen
Graus (Mischung aus weißen und schwarzen Haaren)
oder falber Stichelung (Mischung aus weißen und
falbfarbenen Haaren) sind an den Ohren erlaubt.
An den anderen Körperpartien werden solche
Spuren toleriert, sofern dadurch der Eindruck
eines insgesamt weißen Haarkleides nicht gestört
wird. Ganz wetterfest ist er nicht, da ihm die
Unterwolle fehlt. Aufgrund der
Fellbeschaffenheit ist i. d. R. selbst Menschen,
die auf Tierhaare allergisch reagieren, seine
Haltung eventuell möglich.
Der Coton de Tulear ist außer von einem
fröhlichem Wesen, ausgeglichen und sehr
umgänglich mit Artgenossen und den Menschen; er
passt sich perfekt jedem Lebensstil an. Das
Wesen des Coton de Tuléar ist eines der
wichtigsten Merkmale der Rasse. Er ist ein
geeigneter Haus- und Familienhund, seiner
Familie treu ergeben, möchte ihr unbedingt
gefallen und ist daher in der Regel leicht
erziehbar, wenngleich er auch Eigenheiten haben
kann, die ihm nur durch Tricks und
Erziehungskunst auszutreiben sind. Er ist
verschmust und verspielt wie ein Schoßhund,
dabei sportlich und sollte nicht verzärtelt
werden. Moderne Hundesportarten wie Agility sind
als Beschäftigung anzuraten.
Rassebeschreibung
durch den FCI als Word-Dokument |