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Der
Chihuahua ist eine von der FCI (Nr.218, Gr.9,
Sek.6) anerkannte mexikanische Hunderasse. Er
ist - gemäß anerkanntem Rassestandard - die
kleinste Hunderasse der Welt.

Es
existieren verschiedene Theorien über die
Abstammung des Chihuahuas. Die glaubhafteste ist
die, dass er von den im alten Mexiko vorhandenen
Opferhunden (den Techichis) abstammt. In Mexiko
gibt es in der Provinz Chihuahua nach wie vor
wild lebende kleine Hunde, auf welche der
Chihuahua zurückgeführt wird. Laut anderer
Quellen wurden sie angeblich von den alten
Aztekenpriestern schon im 8. Jahrhundert
gehalten und zählten zu den Lieblingsdingen
aztekischer Prinzessinnen. In der Religion sah
man in ihnen den Führer toter Seelen auf ihrer
Reise ins Jenseits. Aus diesem Grunde mussten
bei jeder Beerdigung auch Chihuahuas ihr Leben
lassen. Doch er war nicht nur ein Opfertier,
sondern wohl auch Bestandteil des Speiseplanes
mexikanischer Indianer.
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Bauern
der Provinz Chihuahua, ihre kleinen Hunde
verstärkt an Touristen zu verkaufen. Über
Amerika kamen diese dann nach Europa,
verbreiteten sich aber bis heute nicht sehr
stark. Der Chihuahua ist trotz seiner geringen
Größe ein sehr selbstbewuster, lebhafter, ja
energischer Hausgenosse, dem auch leichtere
Witterungsunbilden nicht viel ausmachen. Bei ihm
ist die gesamte Bandbreite von Hundecharakteren
möglich. Mal zeigt er sich als hervorragender
Wachhund, wobei sein Ohr auf jedes verdächtige
Geräusch reagiert, mal „öffnet“ er jedem Fremden
die Türe.
Der Chihuahua ist die Zweitkleinste Hunderasse
(max. 3 kg; die kleinste Hunderasse ist der
Prager Rattler mit einer Größe von max.21cm und
ca.2kg Gewicht) mit ausgesprochenem Apfelkopf
und ausgeprägtem Stop sowie kurzer, manchmal
etwas spitzer Nase. Typisch sind die großen
Fledermausohren. Der, trotz seiner Kleinheit,
kompakte Körper ist länger als hoch und steht
auf feinen geraden Läufen. Die mäßig lange Rute
trägt der Chihuahua über den Rücken gebogen. Der
Standard erlaubt alle Farben: von rein weiß,
über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen,
Tricolor (dreifarbig), etc., bis hin zu rein
schwarz. Die Farbe Blau und Merle-Schattierungen
sind jedoch nicht ganz unproblematisch.
Besonders auffällig sind seine überproportional
großen Augen und die kurze Schnauze. Obwohl das
Idealgewicht zwischen 1,5 und 3 kg liegt, werden
Hunde zwischen 500 g und 1,5 kg akzeptiert.
Exemplare über 3 kg werden allerdings von Zucht
und Ausstellungsbewertung ausgeschlossen. Im
Rassestandard werden keine Angaben zur
Widerristhöhe gemacht. Auch wird auf
Ausstellungen beim Chihuahua, bei ansonsten
gleichwertigen Hunden, dem kleineren stets der
Vorzug gegeben. Dies hat in der jüngsten
Vergangenheit zu eben diesen extrem kleinen
Hunden (500 Gramm) geführt, was wiederum zu
starken gesundheitlichen Problemen führt. Der
Begriff Qualzucht ist bei diesen extremen
Winzlingen denn auch immer wieder zu hören.
* Der langhaarige Chihuahua (Pelo largo; poil
long; long-haired) hat weiches Haar, befranste
Ohren, einen ausgeprägten Halskragen und die
Rute voll behaart. Das Haar ist entweder glatt
oder ganz leicht gewellt.
* Der kurzhaarige Chihuahua (Pelo corto; poil
court; smooth-haired) besitzt dichtes, weiches,
glänzendes Haar, das geschmeidig am Kopf und
Körper anliegt.
Mut zählt im allgemeinen zu seinen
herausragenden Eigenschaften und er überschätzt
dabei oft seine Körpergröße gegenüber allen und
allem Anderen, natürlich auch größeren Hunden.
Er ist ein stets lebenslustiger und robuster
Hund, der manchmal aber leider zu einem Kläffer
erzogen wird. Sein Wesen wird als sehr lernfähig
und gutmütig angesehen. Der Chihuahua gilt als
eine sehr menschenfreundliche und kinderliebe
Rasse, er sollte dann aber mit Kindern
aufgewachsen sein. Und die Kinder sollten die
Bedürfnisse eines Hundes erkennen und
respektieren. Der sehr kontaktfreudige Hund
benötigt, wie alle Hunde, viel Zuwendung und
erwidert bei angemessener Behandlung die Liebe
seines Halters.
Rassebeschreibung
durch den FCI als Word-Dokument |