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Der
Bobtail ist eine von der FCI (Nr 16, Gr. 1, Sek.
1) anerkannte britische Hunderasse.

Der
Name Bobtail bedeutet auf deutsch etwa
„Stummelschwanz“. Der Überlieferung nach musste
man im alten England nur für Hunde (Luxus-Hunde)
Steuer bezahlen, die eine Rute hatten. Die
offizielle Rassebezeichnung ist Old English
Sheepdog (abgekürzt: OES), also Altenglischer
Schäferhund.
Die Herkunft der Rasse liegt im Dunkeln, eine
Verwandtschaft zu Herdenschutzhunden kann aber
stark vermutet werden. Owtscharka, der Pon und
andere stehen unter dem starkem Verdacht,
mitgespielt zu haben. Viele Eigenschaften der
Herdenschutzhunde hat auch der Bobtail,
allerdings ohne dass diese dominierend sind.
Gewiss, im 19. Jahrhundert bewachte er auch die
Herden, andererseits half er aber auch, diese zu
treiben, was in der damaligen Zeit durchaus über
hunderte Kilometer gehen konnte. Mit der
Einführung der Eisenbahn verlor er immer mehr
dieses Aufgabengebiet. Langsam wandelte er sich
bis heute, aufgrund seines attraktiven Äußeren,
zum Familienhund. Gegen Ende des 20.
Jahrhunderts „verkam“ er zeitweise zum
„Modehund“ mit allen Nachteilen, bedingt durch
Züchter, die ohne Rücksicht diese Hunde
vermehrten. Heute ist dieser Trend wieder
gebrochen.
Durch sein üppiges Fell wirkt der Bobtail größer
und massiger als er ist: Hündinnen haben eine
Schulterhöhe von mindestens 56 cm und Rüden von
61 cm, der Bobtail wiegt um die 40 kg. Das Haar
ist von guter, reichhaltiger, harter Struktur,
nicht gerade, sondern zottig und frei von
Locken, in jede Schattierung von grau, angegraut
oder blau. Rumpf und Hinterläufe sind
durchgehend einfarbig, dabei mit oder ohne weiße
"Socken". Die Unterwolle bildet ein wasserfestes
Flor. Die Ohren sind klein und flach; an den
Seiten des Kopfes getragen. Bei manchen ist die
Stummelrute angeboren, wurde früher auch
kupiert. Das Kupieren ist in Deutschland
mittlerweile verboten. Der größte Teil der Hunde
sollte also eine normale, unauffällige Rute
haben.
Bobtails werden als Haus- und Begleithunde oder
als Hütehunde eingesetzt.
Seine Eigenschaft als ehemaliger
Herdenschutzhund ist nicht zu verkennen, er
bewacht alles Anvertraute, ist aber umgänglicher
als Owtscharka und co. Als Anfängerhund ist er
nicht sonderlich geeignet, er braucht eine
konsequente Erziehung, nimmt aber hartes
Vorgehen übel; auch darf der Mensch nicht
erwarten, dass er alles sofort und unbedingt
befolgt, wie zum Beispiel der Deutsche
Schäferhund. Als ehemaliger Arbeitshund braucht
er auch Beschäftigung und viel Bewegung.
Rassebeschreibung
durch den FCI als Word-Dokument |